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Feuern mit Holz

Wenn Sie Ihr Cheminée oder sonstige Holzheizung richtig anfeuern, verringern Sie die Feinstaubbelastung und schonen dabei Ihre Gesundheit.

Feinstaub aus Holzfeuerungen

Obwohl viele Argumente für die Holzenergie sprechen, darf nicht verschwiegen werden, dass Holzfeuerungen mehr Feinstaub als Öl- und Gasfeuerungen ausstossen. Insbesondere falsch betriebene und veraltete Holzfeuerungen belasten ihre Umgebung mit viel Russ, Feinstaub und Stickoxiden.

Vorgesehen sind sehr strenge lufthygienische Qualitätsanforderungen an alle neu in Verkehr gesetzten Anlagen bis 350 kW. Anlagen, in denen Restholz aus Schreinereien verbrannt wird, und grössere Anlagen unterstehen einer weiteren Kontroll- und Messpflicht mit schärferen Emissionsgrenzwerten.

Argumente für die Holzenergie

Holzenergie ist CO2-neutral, weil Holz nachwächst und ein erneuerbarer Energieträger ist. Jeder Kubikmeter Holz, der fossile Energien ersetzt, erspart der Umwelt 600 kg klimaschädigendes CO2.

Der Umstieg von Öl auf Holz lohnt sich wirtschaftlich, verringert die Abhängigkeit und erhöht die Versorgungssicherheit. Holzenergie schafft 100 % Wertschöpfung im Inland und generiert Arbeitsplätze – auch in ländlichen Gebieten.

Moderne, korrekt betriebene Holzheizungen mit Konformitätsnachweis entsprechen den geltenden lufthygienischen Anforderungen. Mitentscheidend sind ein emissionsarmer Betrieb und insbesondere das richtige Anfeuern.

Feuern mit Holz

Wenn Sie Ihr Cheminée oder sonstige Holzheizung richtig anfeuern, verringern Sie die Feinstaubbelastung und schonen dabei Ihre Gesundheit.

Zum Anfeuern ist das Anfeuermodul besser geeignet als Papier. Das Anfeuermodul besteht aus vier trockenen Tannenholzscheitern mit einem Querschnitt von ca. 3 x 3 cm und einer Länge von ca. 20 cm sowie einer Anzündhilfe (z. B. wachsgetränkte Holzwolle, die im Detailhandel erhältlich ist). Der Holzstoss wird dort entzündet, wo sich der Kaminabzug befindet. Die Rauchpartikel durchströmen so die Flamme und werden dort verbrannt. Man unterscheidet zwischen oberem und unterem Abbrand.

Anfeuermodul KreisRot

Das Anfeuermodul (Quelle: Holzenergie Schweiz)

Anzündhilfe

Beispiele von Anzündhilfen

Oberer Abbrand

Bei üblichen Cheminées und Speicheröfen wird empfohlen, das Anfeuermodul oben auf dem Brennstoffstapel aufzubauen. Es wird oben angefeuert, wodurch das Holz schrittweise von oben nach unten abbrennt. Im Gegensatz zum Anfeuern von unten verläuft diese Verbrennung über den ganzen Abbrand langsamer und kontrollierter und verursacht dabei geringere Mengen an schädlichen Emissionen.

Unterer Abbrand

Bei Holzfeuerungen mit unterem Abbrand (Zentralheizungskessel etc., in der Regel Kaminabzug unten) wird das Anfeuermodul unter dem Holzstoss in der Nähe des Rauchabgangs platziert und in Brand gesetzt. Das Holz brennt gleichmässig über den ganzen Feuerraumboden von unten ab und es werden über den ganzen Abbrand deutlich tiefere Emissionen erreicht.

Oberer Abbrand

Feuerung mit oberem Abbrand

Unterer Abbrand

Feuerung mit unterem Abbrand